Blutegeltherapie

 

Blutegeltherapie –kleine Tiere helfen Ihrem Vierbeiner!

 

Seit einiger Zeit wächst das Interesse an der Blutegeltherapie enorm. Doch wurden diese archaisch wirkenden Tiere zu therapeutischen Zwecken bereits in der Antike – auch bei Tieren! - eingesetzt.

Blutegel leben natürlicherweise in sauberen Seen, Teichen und Bachläufen. Sie gehören zu den Annelidiae (Ringelwürmern) und können erstaunlicherweise bis zu 30 Jahre alt werden. In der Natur hat man mehrere hundert verschiedene Unterarten gefunden, in der Medizin Verwendung findet heutzutage der „Hirudo medicinalis“.

 

Was passiert beim Ansetzen eines „Egels“?

Blutegel haben Saugnäpfe mit Mundwerkzeugen. Mit Ihrem Saugnapf, der aus drei Kieferleisten mit je 80 Zähnchen je Kieferleiste besteht, sägen sie sich nahezu schmerzfrei durch das Gewebe.
Ist der Blutegel einmal „angedockt“, saugt er zum einen Blut (ca. 10-50 ml, je nach Größe des Blutegels) und zum anderen injiziert er mit seinem Speichel einen „Wirkstoffcocktail“. Der wohl bekannteste Bestandteil des Speichels ist das Hirudin. Dies bewirkt eine schnelle Gerinnungshemmung des Blutes, eine Hemmung der Thrombenbildung. Daher kommt es nach dem Abfallen der Blutegel zu einem Nachbluten, das bis 20 Stunden andauern kann. Weitere Bestandteile des „Wirkstoffcocktails“ sind die Egline (wirken entzündungshemmend) und die Hyaloronidase. Die Hyaloronidase löst Verbindungen zwischen Fibrinfasern und dem Bindegewebe. Allerdings sind bis heute noch nicht alle Bestandteile des Egelspeichels bekannt. Die Behandlung kann durchaus eine Stunde dauern, zumeist fallen vollgesaugte Blutegel aber bereits nach 30 Minuten ab – aber jedes Blutegel-Tierchen ist anders!

 

Blutegeltherapie bei Ihrem Tier

Vor der Behandlung mit Blutegeln müssen Krankheiten Ihres Vierbeiners wie z.B. Herzerkrankungen sowie Medikamentengabe und Blutungsneigung besprochen und gegebenenfalls beim Tierarzt abgeklärt werden.

Ich lokalisiere die Blutegel zumeist auf Akupunkturpunkten, verbinde also die TCM mit der Blutegeltherapie, um eine optimale Wirkung bei der Blutegeltherapie für den Tierpatienten zu erzielen!

 

© 2018 by Pia Büchner